Reiterfreizeit 2022

Vom 1.7. bis 3.7. sowie vom 2.8. bis 4.8. standen die diesjährigen Reiterfreizeiten an, welche 2 Übernachtungen, Essen🍝 und Vieles mehr beinhalteten.
Neben den Reitstunden, Bodenarbeit, Ausritten und Voltigieren durfte das gemeinsame Spielen nicht fehlen. Auch die Wasserschlachten und Schnitzeljagden kam gut an. Beliebt war unter anderem auch das Batiken, wobei tolle bunte und kreative Schabracken entstanden sind. Außerdem gab es ein Lagerfeuer, 🔥 bei dem die Marshmallows🍡 nicht fehlen durften.
Die Kinder hatten viel Spaß und waren am letzten Tag zwar ziemlich erschöpft, aber zufrieden. ☺️
Zum Abschied gab es dann noch für jeden eine Erinnerungsschleife.🎖️🎀

Jahreshauptversammlung am 24.07.2022

21 Mitglieder konnte der Reitclub am Kulm für jahrzehntelange Treue ehren. Freude herrscht aber auch darüber dass nach den teils dramatischen coronabedingten Einschränkungen im Veranstaltungs- und Reitbetrieb wieder reges Leben einkehrt, wie die Berichte in der Generalversammlung zeigten.

Für 35 Jahre Mitgliedschaft gab aus den Händen von Vorsitzender Renate Schupfner für Ewald Komor und Brunhild Komor, für 30 Jahre für Anja Kausler, für 25 Jahre für Maximilian Höller, Horst Rausch und Nicole Roppert sowie für 20 Jahre für Cornelia Sollfrank Urkunde und Geschenk. 15 Jahre dabei sind Julia Fleißner, Michael Hertel, Nicole Kapustenski, Emma Preiß, Angela Raps, Elisabeth Rausch, Eva-Maria Schäffler und Kathrin Schindler, zehn Jahre Alexandra Beher, Antonia Preiß, Sophia Schmidt, Sofia Riedel, Antonia Reiß und Marina Regner.

Dem Ehrungsmarathon war in den Berichten eine detaillierte Bestandsaufnahme der Vorstandschaft und Abteilungen vorausgegangen. Die Funktionäre waren in ihren Aufgaben nicht zu beneiden, war doch die Vorstandschaft vor einem Jahr mit zwölf Neubesetzungen in der insgesamt 18 Positionen zählenden Führungsriege in seine nächste zweijährige Vereinsperiode gestartet. Die jüngste Vorstandsriege in der 48-jährigen Geschichte der Guttenthauer Reiterfreunde stand vor der Herausforderung, nach zwei Jahren coronabedingten Notlösungen und kreativem Improvisierens den Veranstaltungs- und Reitbetrieb wieder im Normalmodus fahren zu lassen. Entsprechend groß war die Freude der Vorsitzenden Renate Schupfner, dass Feste wie der Babarabergritt und der Reiter- und Pferdeflohmarkt erfolgreich abgehalten werden konnten sowie für anstehende Feste wie das Reiterfest am 11. September die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen. In drei Vorstandssitzungen und einer Einstellerversammlung wurden dafür die Weichen gestellt. 2021 waren noch große Feste und Veranstaltungen wie der Barbaraberg-Sternritt, die Vereinsmeisterschaft und das Reiterfest der Pandemie zum Opfer gefallen, wie Pferdewartin Eva Lohner, stellvertretend für die Sportwartin berichtete. Durchgeführte Angebote mit den neun Schulpferden des Reitclubs waren in der Teilnehmerzahl und durch strenge Hygieneauflagen beschränkt. So waren 135 Longestunden, 945 Reitstunden, 88 Kinderreitstunden, 25 geführte Ausritte, 23 Voltigiereinheiten und 17 Schulsport möglich. „Die Warteliste ist immer noch voll“, resümierte Lohner.

Von 17 Aktivitäten berichtete Jugendleiterin Rebecca Danzer. Gestartet mit dem Faschingsreiten wurden Grundlagentrainings und Arbeitsdienste absolviert sowie eine Yakari Pferdeshow, Ponywellness und Reiterfreizeit organisiert. Man backte Leckerlies, batikte und machte Kinderschminken und Glitzertattoos. Natürlich wurden Kindergeburtstage und der 30. Geburtstag des Herzstücks und der Liebling des Reitnachwuchses, der Haflingerstute Primel, ausgiebig gefeiert.

Hatte 2020 die Corona-Misere noch erheblich die Finanzen des Vereins belastet, konnte Kassiererin Nicole Kapustenski wieder von einem Überschuss berichten. Die Kassenprüfer Julia Fleißner und Andrea Riedel bestätigten einwandfreie Buchführung. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Bei einer Satzungsänderung wurde von den Mitgliedern schließlich für die Generalversammlung der jährliche Turnus ohne terminliche Fristsetzung beschlossen. Silke Hertel schlug vor, am Außenplatz eine Bandenwerbung als Windschutz anzubringen. Eine Lösung muss für die Überschwemmungen im unteren Stall gesucht werden. wh

Von Wolfgang Hübner

Vorsitzende Renate Schupfner (Mitte) und Stellvertreterin Katrin Rauch (fünfte von links) dankten Nicole Kapustenski, Angela Raps, Marina Regner, Nicole Roppert, Evi Schäffler, Cornelia Sollfrank, Michael Hertel, Julia Fleißner und Sophia Schmidt (von links) für jahrzehntelange Mitgliedschaft.

44. Sternritt zum Barbaraberg am 26.05.2022

Am Himmelfahrtstag ruft der Barbaraberg

Es ist ein beeindruckendes Schauspiel, wenn Pferde und Reiter vorbei an den Kreuzwegstationen die letzten Höhenmeter des Barbaraberges bewältigen. Eine Szenerie, die sich alljährlich an Christ-Himmelfahrt bei einem Sternritt wiederholt

Die Geschichte mit dem eigenen Pferd beginnt mit allen Sinnen. Fühlen, riechen, die ersten Annäherungsversuche, das erste Striegeln, der erste Ritt. Emily Ziegler, 11 Jahre jung, hat diese Schritte schon lange hinter sich. Schon als Kleinkind fühlte sie das Leben auf einem Pferderücken, bekam ein Gefühl von Vertrauen und Vertrautheit. Emily und ihrer Mary, ein Pferd der Rasse Tinker, ist schon eins mit ihrem Vierbeiner. Mit Leichtigkeit legte sie die 12 Kilometer vom Erlebnis-Bauernhof ihrer Eltern in Lämmershof zum Barbaraberg zurück. Sie wollte unbedingt beim traditionellen Sternritt des Reitclubs am Kulm dabei sein. Nun strahlt Emily, wie viele „Rossnarrische“, die an diesem wolkenverhangenen Himmelfahrtstag zum „heiligen Berg“ der Speinsharter aufbrachen.

Auf der Anhöhe erwartete die Reiter schon ein riesige Schar an Zaungästen. Der Sternritt lockt die Menschenmassen an. Dort, wo sonst die Wallfahrtstradition gepflegt wird,  gab sich das „Pferdevolk“  beim 44. Sternritt ein Stelldichein. Wohin der Blick ging: Pferde und Zuschauermassen. 60 bis 70 Rösser mögen es gewesen sein, schätzten die Organisatoren. Besondere Hingucker: die Pferdekutsche der Familie Schreml aus Eschenbach und der  Esterházy-Wagen  von Ilse und Wolfgang Schuhmann aus Kirchenthumbach.  Der Sternritt hat Anziehungskraft. Die Besucher genossen eine andere Dimension von Heimat. Lebendiges Brauchtum und gläubige Identität war zu spüren.

Ein Passion, die der Reitclub am Kulm fast schon ein halbes Jahrhundert erfolgreich pflegt. Ein Lebensgefühl, zudem auch ein feierlicher Gottesdienst gehörte. Zelebrant Pater Benedikt Schuster sprach von der verbindenden Beziehung von  Mensch und Tier. Geprägt von der Sehnsucht nach einer friedlicheren Welt waren Hoffnung und Dank der vielen hundert Gläubigen hieß es: „Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz, in Meerestiefen hin“. Auch der Schlusssegen des Paters gehörte den „Zwei- und Vierbeinern“ gleichermaßen.

Musikalisch begleiteten die Kaibitzer Schlossbläser unter Leitung von Hornmeister Ely Eibisch die Festmesse.  Auch dieses Gastspiel der Jagdhorn- und Parvorcehornbläser hat Tradition. Der Reitertag entwickelte sich danach zum zünftigen Feiertag. Nach einer Dankadresse an viele helfende Hände lud  Club-Vorsitzende Renate Schupfner mit Blick auf das reiche Schmankerl-Angebot zum fröhlichen Feiern in luftiger Höhe ein.

26.5.2022 Robert Dotzauer

Cantolino

Am 06.05.22 gab es im RCK ganz besonderen Nachwuchs. Vanessa Guttes Penny brachte das Hengstfohlen Cantolino auf die Welt.

Wir gratulieren und wünschen den beiden eine schöne Fohlenzeit zusammen.

Primel 30 Jahre

Guttenthau. (hai) Primel, die Haflingerstute – vor 30 Jahren geboren, vor 20 Jahren zum Reitclub am Kulm gekommen ist sie seit zwei Jahrzehnten unbestritten das Herzstück des Reitclubs am Kulm und der Liebling des Reitnachwuchses mit einer ganz eigenen Geschichte.
Wie sehr die schöne braune stattliche Stute über all die Jahre vor allem den Kindern und Jugendlichen ans Herz gewachsen ist, zeigt allein die große Geburtstagsparty, die von der Nachwuchsabteilung für Primel organisiert und veranstaltet wurde. „Der Reitclub am Kulm – ohne Primel – unverstellbar!“, rankt es vom Einladungsplakat. Jung wie alt war eingeladen, das Jubiläum, 30 Jahre Primel, einen ganzen Nachmittag lang mit open end im Sonnentempel zu feiern. Für das „Geburtstagskind“ gab es einen großen Korb Möhren und eine Sonderration frisches Gras. Ein eigens zusammengestelltes Organisationsteam um die Jugendleiterinnen Rebecca Danzer und Angela Raps sowie den Jugendsprecherinnen Cora Simon und Jasmin Putzer hatte neben kulinarische Leckerbissen vom Grill, Salat- und Kuchenbuffet sowie Süßigkeiten ein unterhaltsames buntes Spieleprogramm vorbereitet. Sie hatten auch Fotos für eine Bildergalerie herausgesucht. Mit Bastelsachen wurden große Erinnerungsplakate für Primel gestaltet und im Anbau eine regelrechte Galerie aufgehängt. Beides allein zeigte eindrucksvoll, wie bunt Primels Leben als Schulpferd war.
Am 31. März 1992 in Kemnath bei Züchterin Verona Kraus in Kemnath geboren hat Primel mit Vater Anatev und Mutter Paula einen lupenreinen Pferdepass. In Neuhaus an der Eger wuchs sie dann bei Pferdezüchter Martin Degler auf und wurde im Alter von 3 Jahren von Julia Knauer, damals noch Wetzel, als angeritten gekauft. Sie bildete die Stute dann weiter aus. Mit sieben Jahren bekam Primel ein Folen namens Nanuk und wurde am 9. Dezember 2001 vom Reitclub mit neun Jahren gekauft. „Sie war damals schon gut reitbar“, erinnert sich Silke Hertel, die unter anderem Reiten in Schulsport und Gesundheitssport unterrichtet. Seitdem gehört sie zur Riege der Schulpferde und hat schon viele aus dieser Riege überdauert. „Einfach ein robuster Haflinger, der vielseitig einsetzbar und immer präsent war“, schwärmt Übungsleiterin Christina Stich. Diese Vielseitigkeit zeigten dann auch eindrucksvoll die Plakate der Mädels. Primel ist als Schulpferd der „alte Hase“, unter den Schulpferden Chipsy, Fleck, Nico, Beauty, Metternich, Magic und Cosmo des Reitclubs. Sie weiß bis heute, worauf es ankommt. Sie hatte immer ihren Spaß mit den Reitschülern“, so Hertel. Über die normalen Reitstunden und Cavalettistunden hinaus ging sie Springen und ins Gelände. Sie wurde im therapeutischen Reiten eingesetzt. Beim Barbarabergritt und beim Reiterfest war sie immer vertreten und beim Reiten im Schulsport für die Realschule Kemnath sehr beliebt. Besonders gern wurde sie zum einen für die ganz Kleinen und die Anfänger beim Longieren eingesetzt. Zum anderen war sie auch immer in der Kinderreitstunde am Start. Nicht fehlen durfte sie beim Faschingsreiten, in der Reiterfreizeit und beim Ferienprogramm, beim Tag des Kindes in Speichersdorf, sowie bei der Vereinsmeisterschaft. „Primel gehört einfach zum RCK-Inventar“, bringt es Vorsitzende Renate Schupfner auf den Punkt. Erst in letzter Zeit hat Primel altersbedingt angefangen abzubauen, wie es bei Pferden üblich ist, wenn sie das 30. Lebensjahr erreichen. Sie wird jetzt in der Regel auch nur eine Unterrichtsstunde eingesetzt, damit sie fit bleibt.
Ihr bester Freund war Willy, ein Schimmel-Shety-Wallach, der im RCK auch ein hohes Alter erreichte. Sie sei nicht mehr so rund und sportlich unterwegs und habe mit Arthrose zu kämpfen, beschreibt Stich die aktuellen gesundheitlichen Wehwehchen. Entsprechend werde im Umgang und im Reitbetrieb Rücksicht genommen. Erfahrene Reiterinnen und Pferdewirte wissen, wie es der Haflingerstute geht. Je nachdem wird sie eher im Schonprogramm von Reitschülern eingesetzt. Gerade bei Arthrose sei Bewegung wichtig, so Hertel. Jedoch sei noch lange nicht die Zeit für den Gnadenhof gekommen, scherzt Stich. Im Gegenteil. Der Haflingerstute werde noch einige Jahre prophezeit. Für ihr Alter sieht sie noch sehr gut aus. Sie ist nach wie vor gut drauf und mischt immer noch gerne etwa im Gelände die Truppe auf, wie zuletzt der sonntägliche Ausritt zeigte. In den Reitstunden gehen manchmal nach wie vor noch die Gefühle mit ihr durch. Auch kann sie gelegentlich immer noch Gas geben. „Aber alles im Rahmen einer älteren Dame“, so Stich.